Lotti Oeken

Lotti Oeken in Leipzig geboren und aufgewachsen, sieht ihre künstlerische Praxis als kritisches Nachdenken über Körperpolitik, das Verhältnis von kollektiver Erzählung und persönlicher Erfahrung, Deutungshoheiten und Erinnerungskultur. Dabei interessiert sie sich besonders für musikalische Formate, die Methodik der Übersetzung und entwickelt fluide Formate zwischen Performance, Konzert, Installation und Video. Nach einer Regieassistenz am Münchner Volkstheater von 2013 bis 2015 studierte sie Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste und Performative Kunst an der School of Visual Theatre in Jerusalem. Sie erhielt mehrere Stipendien, darunter ein Arbeitsstipendium des Fonds Darstellende Künste, eine Forschungsresidenz von flausen+ im Sensemble Augsburg sowie Förderpreise der Alexis-Victor-Thalberg-Stiftung. Ihre Arbeiten wurden u. a. im Kunstverein 47m in Leipzig, Hungry Eyes Festival Gießen, Hyperlokal Zürich, Fleetstreet Theater Hamburg gezeigt. 2017 gründet sie gemeinsam mit der Bildenden Künstlerin und Kostümbildnerin Marie Jaksch das Kollektiv service not included, mit welchem sie seither kontinuierlich Performances kreiert, in denen sich das Publikum durch die Aneignung performativer Strategien öffentlicher Räume selbst verhalten, diskutieren und das Geschehen mitgestalten kann, soll und muss. Sie zeigten ihre Arbeiten u.a. im Pathos München, Rodeo Festival München, Sternschuppen/Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, Zirka und Artothek München.