Samuli Salonen

Samuli ist ein finnischer Filmemacher und Medienkünstler mit Wohnsitz in Leipzig. Seine Kurzfilme wurden auf internationalen Festivals gezeigt, darunter DOK Leipzig und Filmfest Dresden. Sein Dokumentarfilm „Über finnische Männlichkeit“ untersucht, wie Erziehung die Fähigkeit von Männern prägt, über Emotionen zu sprechen. In seinen fiktionalen Arbeiten entwickelt er verletzliche männliche Figuren und hinterfragt etablierte Vorstellungen von Männlichkeit.
Mit einem Schwerpunkt auf dokumentarischen Arbeitsweisen erforscht Samuli soziale Strukturen und Machtverhältnisse. Seine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Beobachtung, persönlicher Recherche und formaler Experimentierfreude. In Film und Installation untersucht er, wie politische und gesellschaftliche Realitäten in sinnliche und emotionale Erfahrungen übersetzt werden können.
Seine Medieninstallationen, die in Deutschland, Griechenland und Mexiko gezeigt wurden, erweitern den filmischen Raum ins Physische. Durch den Einsatz von Licht, Video, Klang und Geruch entstehen atmosphärische Umgebungen, die forschungsbasierte Prozesse in körperlich erfahrbare Situationen überführen. Samuli schätzt kollaborative Arbeitsweisen als Möglichkeit, feste Zielvorstellungen aufzubrechen und Ideen durch kollektives Denken weiterzuentwickeln. Er ist Mitbegründer des Filmkollektivs Kino Datsche e.V., das seit über zehn Jahren unabhängiges Kurzfilmemachen fördert. Samuli ist außerdem Mitglied von Wisp e.V., einem Kollektiv interdisziplinärer Medienkünstler. Samuli hat eine berufliche Ausbildung als Medienassistent in Finnland mit Schwerpunkt Schnitt und Kamera absolviert. Er komponiert und spielt Musik für seine eigenen Filme sowie für andere künstlerische Projekte.